Kho Payam: Mein Trip zur Hippieinsel (1)

Ich habe über meinen Blog Ben kennen gelernt und besuche sehr oft seinen Blog, weil er viele Einblicke ins private Leben der Thais liefern kann. Ben ist nicht nur ein Freund Thailands, sondern hat auch dieses facettenreiche Land gemalt und seine Einblicke und Eindrücke wieder gegeben. Ich nehme an, dass seine Freundin ihn auch teilweise beeinflusst hat und Inspiration geliefert hat. Ben hat mir einen Text zugesandt, den er aus seinem Notizbuch entnommen hat und mir zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Herzlichen Dank! Es ist eine kleine Geschichte, die ich in zwei Teilen veröffentlichen werde. Also nun Teil 1:


Da bin ich jetzt also und glühe in der Sonne: nach 4 Monaten, die ich mit Juicies, ihrer Familie und ihren Freunden in Bangkok verbracht hatte, bin ich nun mit ihr zur Hippie Insel gefahren, um hier Freunde zu treffen.
Die letzten schrägen Gestalten und Festhalter am Traum von Thailand als Kiffer- und Drogenparadies!
Ihr Stern ist am sinken, was man schon daran sieht, dass ich jetzt auch hier bin, aber sie wehren sich standhaft, während um ihre Hütten herum Bungalows mit Aircon und Satellitenfernsehen gebaut werden, liegen sie in ihren Hängematten und trinken Bier in Strandbars mit Schwarzlicht Beleuchtung.
Am 7ten war das chinesische Neujahr, das ich in Chinatown begangen habe, danach wollte ich endlich mal den Strand sehen, wie man ihn sich immer vorstellt. Ich mag airconditioned Bungalows und ich liebe HBO, aber eine Hippieinsel ist eine Attraktion in der man das weiße Thailand sehen kann, wie es vielleicht in den 80ern gewesen sein mag.
Thailänder machen so sicherlich keinen Urlaub, Juicies sieht mich ratlos an und fragt, wie es sein kann, dass Menschen aus so reichen Ländern mit so hohem Lebensstandard sich mit einer Bambushütte begnügen können. „Sie begnügen sich nicht! Sie fordern es, sie wären enttäuscht wäre es nicht so! Es ist ihre Vorstellung von authentischem Thailand und ein Abenteuer von dem sie zuhause im Büro erzählen können!“
Am Abend des 7ten Februar haben wir den Zug von Hua Lamphong genommen, eigentlich wollten wir mit dem Bus fahren, aber Juicies sagt, dass alle Burmesen in Bangkok, die sie kennt, immer den Zug nach Ranong nehmen und dass das praktischer wäre, als mit dem Bus nach Chumpong zu fahren und von dort nach Ranong zu fahren.
Die Busfahrt hätte 10 Stunden gedauert, außerdem liebe ich es mit dem Zug zu fahren.
Es war heiß am Bahnhof, heiß und schwül. Es hatte ein paar Stunden geregnet und Chinatown stand unter Wasser. Infolge dessen schwamm man in der Luft und Schweiß rann in Bächen an uns herunter.
Wir saßen auf Plastikstühlen und bewegten uns nicht, nur schwitzen und warten.
Ich habe dann noch am Bahnhof geduscht, kostet 10 Baht. Ein netter Service für die vielen Traveller, wie ich finde. Juicies hätte auch gerne geduscht, aber mir ist das Handtuch runtergefallen…
Wenn es dunkel wird, versammeln sich vor dem Bahnhof die Prostituierten und breiten ihre Matten aus, auf denen man sitzen und Papaya Salat essen kann.
Juicies kichert und erzählt mir was passiert wenn man den „extra spicy papaya salad“ bestellt.
Wir setzen uns ein wenig, die Frau ist gerade erst gekommen und bereitet sich noch auf die Kunden vor, ich trinke ein paar Glas des selbstgebrauten „Thai Whisky“, für 10 Baht das Glas.
Gerade als ich mich wundere, was hier so komisch riecht, bekomme ich auch schon den Papaya Salat angeboten. Im Isaan bestimmt eine begehrt Spezialität, kann ich dem Ameiseneiersalat, der genau so schmeckt wie er riecht, wenig abgewinnen. Ich esse nur wenig, „Phet! Phet!“ lacht sie, scharf, damit winde ich mich immer heraus wenn ich etwas wirklich nicht gerne essen möchte, Weiße können ja sowieso nicht scharf essen, damit kommt man immer durch.
Im Zug sitzen alle durcheinander, niemand hat einen Platz bei seiner Familie bekommen. Deshalb hat der halbe Waggon getauscht. Dem Schaffner passt das gar nicht und – wie wohl üblich – lässt er seinen Unmut daran an den Moslems aus, die mit mir getauscht haben, damit ich neben Juicies sitzen kann. Zu den Farangs im Wagen sagt er nichts, was sollte er auch mit seinen 2 Worten Englisch machen?

Zum Blog von Ben geht es hier lang…

7 Gedanken zu „Kho Payam: Mein Trip zur Hippieinsel (1)“


  1. Duschen am Bahnhof habe ich auch gesehen. Jedoch waren die WCs nicht besonders sauber, sodass wir es sein lassen haben, zu duschen.


  2. Naja, meine Freundin wollte ja auch duschen, aber wenn einem das Handtuch auf den Boden gefallen ist sollte man das wirklich sein lassen, obwohl ich mich ein bischen schäme das ich so garnicht Gentleman war und zuerst geduscht habe…

    Ben

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