61 Letztes Frühstück Bangkok

Stink das grausam. Eine Durain eignet sich hervorragend, um die Missgunst der Nachbarn auf sich zu ziehen. Als ich an der Stinkbombe vorbei laufe, fühle ich mich etwas schlecht, weil nun die ganze Lobby stinkt wie das Mageninnere eines Wildsaukadavers.


Im Frühstücksaal fällt fortwährend das Wort Durian und Erklärungen von Kennern und was das zu bedeuten hat, wenn man das Ding in ein Hotel bringt. Jedenfalls habe ich dadurch Genossen Großkotz eine einmalige Show arrangiert. Nun ist er wirklich der Frühstücksstar. Als er rein kommt, wird es schlagartig still und keiner schaut ihn auch nur an. Nein. Einer schon: Ich!

Er und seine Begleitung würdigen aber mich nicht mal mit einem kurzen Blick. Nicht mal mit so einem, den man hat, wenn man mit seiner Freundin unterwegs ist und dann ein rasiermesserscharfes Prachtstück in Minirock und knappem Top sieht und einen weiteren Blick erhaschen möchte. Nicht mal dieser Blick wird mir gegönnt. Gut, ich habe ja auch weder Minirock noch Top an. Zugegeben, dann wäre ich der Star, der in der Bangkok Post steht.

Aber es ist mir jetzt auch egal: Ich bekomme meinen Kaffee, grüße die indische Familie und feiere meinen Triumph: Vielen Dank für den Jubel! Champagner für alle! Ausgenommen er und sie!

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