Jet-Ski-Idyll am Strand... sowas braucht keiner...

Lamai Beach – Sind die Jet-Skis auf dem Wasser, ist der Strand tot

Der Strand ist und bleibt eine ewige Kampfzone: Laute gegen Leise. Alte gegen Junge. Ghettoblaster gegen Bücher. Privatsphäre gegen Sardinen in der Öldose. Alle gegen Strandmuscheln überbesorgter Helikopter-Eltern.

Kurz: Jeder stellt sich und seine Ansprüche über die anderen. Schließlich ist man ja soweit gefahren oder geflogen. Es gibt aber einen Gegner, der der Feind aller ist: Das Jet-Ski.

 

Jet-Ski-Idyll am Strand... sowas braucht keiner...
Jet-Ski-Idyll am Strand… sowas braucht keiner…

 

Sind Jet-Skis am Strand, ist die Idylle tot

Abgesperrte Bereiche im Wasser, reserviert für Jet-Skis, Platz am Strand, der für andere widerrum fehlt. Lärm, Krach, Gestank. Jet-Skis sind nach Strandflöhen und Strandmuscheln die größte Plage. Ein Angebot für wenige, Belästigung für alle.

Komischerweise kommen diese Geräte nur dann an den Strand, wenn Pauschalurlauber mit der Mehrheit sind. Also die, die am besten All-in gebucht haben und sich dann auch mal was außer Reihe gönnen wollen.

 

Jet-Ski im Wasser... Wasserplage Nummer 1
Jet-Ski im Wasser… Wasserplage Nummer 1

Jet-Ski am Lamai Beach? Nein! Und das ist auch gut so.

So ein Gefühl hatte ich, als wir zum Lamai Beach gegangen sind. Der erste Blick auf den Strand deutete auf was Böses hin: Strandliegen. Wie kann sich jemand auf eine verdreckte, verblasste, kaputte, mit einer dreckigen Matte belegten und unter eine mit Schimmel dekorierten Sonnenschirm legen, wenn feinster Sand überall liegt?! Richtig: Pauschalis.

Strandliegen sind übrigens die zweite Plage an den Stränden dieser Welt. Nach Strandmuscheln.

 

Lamai Beach – fast endlos langer Strand

Aber als der Blick weiter in den Strand geht, wird mir klar, es ist nicht alles mit Liegen belegt. Der Strand von Lamai ist der Wahnsinn: Herrlicher Strand, fast endlos lang, nur ein wenigen Stellen schmal werdend und dazu noch ein feiner Sand.

 

Strand von Lamai, fotografiert vom südlichen Ende
Strand von Lamai, fotografiert vom südlichen Ende.

 

Dank der brausenden See, vom Strand blickt man quasi ins offene Meer und gegenüber ist kein Festland und keine vorgelagertnen Sandbänke, die das Meer besänftigen. Der Strand ist nix für Strandmuscheln, nix für Jet-Skis und nix für Leute, die mal eben Selfies im Wasser schießen wollen oder in Porno-Posen den Neid der zu Hause gebliebenen auf sich ziehen wollen. Ich frage mich nur, warum es hier keine Surfer oder Kiter gibt?

Allerdings ist der Strand fast komplett zugebaut: Hotels, Bungalows, Massageliegen und Restaurants reihen sich enganeinander. Dazwischen wieder an die Beach Road zu kommen, ist relativ schwierig. Einige Hotels haben sogar Schilder mit „Private Area“ aufgestellt. Die Anlagen haben teilweise saftige Preise. Beachfront Bungalows können 1.800-3.000 Baht ohne Frühstück kosten. Früh einen Bungalow zu buchen lohnt sich also in Lamai Beach*.

 

Schöner Strandabschnitt in Lamai
Schöner Strandabschnitt in Lamai, weiter südlich gelegen von der Touristenattraktion Hin Ta und Hin Yai

Auch Platz für Individualurlauber und Backpacker

Was mir besonders gefällt sind die Möglichkeiten für Reisende, die sehr individuell reisen oder in einem Hostel übernachten: Am Strand gibt es Platz für alle. Es gibt auch genügend Schattenplätze. So kommen kleine Gruppen junger Menschen, die mit dem Moped hierher gefahren sind und sich einen schönen Tag am Strand gönnen wollen. Genauso gibt es mit Funktionskleidung ausgerüstete Paare und Einzelgänger, die den Strand ablaufen und solche wie wir, die erstmal einen Überblick haben wollen.

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