Leben in Thailand für immer?!

Jedes Mal, wenn ich in den Urlaub fahre, möchte ich dort bleiben. Das ergeht bestimmt vielen so. Meine Freundin und ich machen im Urlaub mindestens einmal am Tag solch eine Überlegung. Aber meistens bleibt es bei der Überlegung „man könnte ja…“ oder „man könnte doch…“.

Ich bin freiberuflicher Ingenieur und kann meinen Job praktisch überall in der Welt tätigen. Was ich brauche, sind ein Computer mit der entsprechenden Software, ein schneller Internetanschluss, Telefon und natürlich meine Kunden.

Was liegt also nicht näher, als Kunden in Deutschland zu haben und in Thailand zu leben?

Nach einigen Recherchen über die Lebenshaltungskosten in Thailand, bin ich fündig geworden: Das Leben und der Alltag scheinen im ersten Moment sehr billig. Aber es scheint nur so! Wer in Thailand sich nieder lassen will und wer sich noch denkt, dass man jeden Tag Party machen kann und einen Dauerurlaub lebt, der wird schnell auf die Schnauze fallen.

Ich habe zwar nicht ernsthaft vor, auszuwandern. Aber eine kleine Rechnung „was wäre wenn…“ wäre nicht schlecht. Aus meinen Recherchen habe ich die Kosten zusammengetragen, bewertet und in einer Tabelle zusammen gefasst. Was man braucht und wie man leben möchte, kann man ankreuzen und am Ende kann man seine Kosten in Baht errechnen, die sich an den gewohnten Lebensumständen in Europa orientieren.

Für alle, die ernsthaft überlegen, auszuwandern, wird das sicherlich eine Hilfe sein. Ich habe in der Tabelle aber folgende Kosten nicht berücksichtigt:

– Flüge, Reisen mit Bus und Bahn
– Gesundheitsversorgung
– Schulgeld, wenn man Kinder hat
– Fahrzeug und dessen Betrieb
– Vereine und weitere Mitgliedschaften
– Visa, Kosten für einen Visarun und andere Gebühren
– Altersabsicherung
– Arbeitslosigkeit
– Erstkosten beim Auswandern (z.B. Transorte etc.)
– Kosten, die durch den ausgeübten Beruf entstehen!!!!

Es sind ausschließlich die Kosten für das „notwendigste zum Überleben“ berücksichtigt. Die Tabelle hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

[DOWNLOAD Tabelle als PDF]

Hast Du Lust mehr über die Lebenshaltung in Thailand zu erfahren? Hier sind Umfrageergebnisse!

24 Gedanken zu „Leben in Thailand für immer?!“


  1. Interessant (etwaiger Umrechnungskurs in der pdf würde helfen). Aber 500€ für zwei Personen im Beispiel ist – sofern man ein europäisches/deutsches Einkommen beibehält – doch nicht die Welt, oder?! Bleibt natürlich die Frage, wie hoch die oben genannten Zusatzkosten ausfallen – aber prinzipiell. Gut, das ganze Luxusprogramm fällt dann höher aus, aber ist die Frage, ob man das denn auch braucht 😀


  2. Vielen Dank für den TIPP!

    Mit dem Umrechnungskurs habe ich lange überlegt, aber da dieser Schwangkungen unterworfen ist, habe ich es dann sein lassen. Eine kleine Faustregel: 1 Euro = 50 Baht. Oder bei Google „€ in Baht“ eingeben und schon hat man den tagesaktuelles Kurs.

    Ich denke, dass man die Liste zur Beantwortung einer zentralen Frage nutzen kann: Wie viel Geld MUSS ich mindestens haben, um x Monate oder y Jahre OHNE Arbeit zu ÜBERLEBEN?

    Wenn ich 60000 Euro zusammen habe, wandere ich aus 😉


  3. Schon klar das mit Google – sonst wäre ich von den 25.000 Baht ja nicht auf die 500€ gekommen 😉 😀 Ah, auswandern ohne arbeiten – gut, so geht’s natürlich auch *hehe*


  4. ich habe festgestellt das es letzendlich immer teurer wird. auch von den deutschen, die ich kenne und die in bangkok arbeiten hat keiner eine wohnung unter 300 euro gehabt. plötzlich reicht es nämlich nicht mehr ein kleines apartment in innenstadtnähe zu haben, jetzt will man auch im 30ten stock wohnen und der swimmingpool darf auch nicht mehr fehlen.
    ohne miete zu zahlen kalkuliere ich für mich 700 euro im monat für thailand, da ist auch die krankenversicherung aus deutschland mit drin.
    die ansprüche an das leben schnellen in thailand bei nahezu allen leuten irrwitzig schnell in die höhe.

    gruß,
    ben


  5. Preissteigerungen sind natürlich in Thailand ganz extrem zu spüren. Alleine was man in der Presse liest, dass es in Thailand eine Hunger- oder Lebensmittelkrise geben könnte. Aus meiner Rechnung sieht man ja, dass Lebensmittel einen sehr großen Teil der Ausgaben ausmachen: In Deutschland zahlen wir bei weitem nicht soviel für Lebensmittel, wenn man es beispielsweise mit der Miete vergleicht.

    Ben hat schon recht, wenn er sagt, dass man sich seinen Lebensstandard heben möchte. Wozu nach Thailand auswandern und nicht seinen Lebensstandard heben? Ich glaube das sollte das eigentlich Ziel sein und nicht die schönen Strände ganz alleine.


  6. Das stimmt, wenn man hier lebt, dann sollte man nicht einfach nur über die Runden kommen. Vielmehr sollte man sich einen höheren Lebensstandard leisten können.

    Earn Euro, spend Baht. Das ist die beste Möglichkeit und wenn Du das in Deinem Beruf so machen kannst, super!


  7. Ich bin zwar gerne in Thailand im Urlaub und könnte mir auch vorstellen ein paar Monate oder ein paar Jahre zu leben, aber ein ganzes Leben lang, das wäre nun glaube ich doch nichts für mich.


  8. Einen schoenen Webblog hast du hier, warum kannte ich den denn noch nicht. Naja jetzt habe ich Ihn gespeichert und werde in der naechsten Zeit oefters vorbei schauen. Bin auf jeden Fall schon auf deine neuen Artikel gespannt.


  9. Mein Freund Matthias hat mir mal vor vielen Jahren gesagt:

    Nach Thailand auswandern ist Unsinn, du bekommst weder eine Aufenthaltsgenehmigung noch darfst du arbeiten. Land kaufen kannst du auch nicht, also was soll das ?

    Geh lieber in ein Land wo du problemlos arbeiten kannst, Land kaufen und du kein Visastress hast.

    Erdal, Dein PDF ist ja schon alt aber im Ansatz noch immer aktuell. Aus heutiger Sicht ist der Preisanstieg toll zu sehen.

    Wie du siehst gibt es nicht mehr 50 Baht den Euro sondern nur noch 43 Baht. Allein das vertreibt jetzt viele die eine Rente unter 915 Euro monatlich haben. Die Imigration verlangt 40.000 Baht Einkommen monatlich bei verheirateten. Diese Verheirateten sind damit draussen oder fangen mit Visaruns an. 🙄

    Bei Singles liegt die Messlatte bei 65.000 Baht monatlich oder 1.510 Euro Rente. :mrgreen:


  10. Ja, meine Liste sollte ich mal wieder aktualisieren. Ich denke, dass man mit den ganzen „Work arounds“ (Visarun, etc.) zwar leben kann, aber so richtig willkommen fühlt man sich dann nicht. Außerdem wird es irgendwann unerträglich, nehme ich an.


  11. In Deutschland verurteile Straftaeter haben sich alle Monate bei ihrem Bewaehrungshelfer zu melden. Insofern der Straftaeter „Bewaehrung“ bekommen hat. In Thailand haben sich „alien“ bei der Imigration alle 90 Tage zu melden. Das wird irgendwann unerträglich, nehme ich an. 🙂

    Thailand vergibt maximal ein 365 Tage Visa. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der „alien“ einen Fehler macht und die Aufforderung kommt, Thailand zu verlassen. vgl. Familie Lange in Thailand.

    Fazit: Thailand ist KEIN Auswanderungsland.


  12. @prinzregent
    Auswandern muss es ja nicht immer sein. Aber einige Monate, wie es Ben gemacht hat, einmal aussteigen und wieder irgendwo anders einsteigen. Also „Auswandern light“ sozusagen ist für viele auch interessant.

    Die Geschichte der Familie Lange kenne ich nicht. Hast Du vielleicht einen Linktipp?


  13. Familie Lange ? Link ist hier:
    http://joachim-lange.blogspot.com/2010/04/4-aufenthalserlaubnis-abgelehnt.html

    Der gute Joachim ist aber auch dermaßen schlecht aufgestellt und gleich eingeschüchtert…ich frage mich, ob der in D jemals einen Job mit Verantwortung hatte, denn er scheint in TH mit jedem noch so kleinen Problem völlig überfordert.

    Ich persönlich bin hier in TH, weil mein Einkommen erheblich höher ist als in D. Würde ich wieder in D arbeiten, bekäme ich nur ca. 30% von dem, was ich hier erziele.

    Da kann man dann auch über diese 90 Tage- Reports bei der Immi (geht auch per Post, man muß also gar nicht selbst aufs Amt) und die 400k THB „Show- Geld“ für die jähriliche Visaantragstellung hinwegsehen.


  14. @Manus
    Vielen Dank für den Tipp 😀

    Ich habe mir das mal durchgelesen. Ist ja echt traurig, was dem Mann widerfahren ist.

    Jedoch auch teilweise sich selbst zuzuschreiben.


  15. Lustig, ich lese gerade meinen alten Kommentar von damals wieder hier: damals bin ich von 700 Euro im Monat ausgegangen, gekostet hat es letztendlich nur 300/Monat. Voll verkalkuliert.

    @Prinzi: Wenn Thailand wirklich kein Auswanderungsland ist, warum bist Du dann dahin ausgewandert?

    Gruß:
    Ben


  16. @Ben
    Es ist so, daß Du als Deutscher zwar auswandern kannst (mit Abmeldung auf dem Einwohnermeldeamt vollziehst Du dies), aber in TH nicht einwandern kannst (Das gelbe Hausbuch ist nicht wirklich . Die Prioritäten im Umgang mit Ausländern liegen auch völlig anders:
    Während in DACH eine Integration der im Land lebenden Ausländer erwünscht und gefordert ist, ist dies in Th weder gewollt noch erwünscht. A1 erzählt da bestimmt Bände.

    Aber stell Dir mal vor, ein Equivalent von A1 wäre auch in TH Pflicht. Dann würden 95% der Ausländer keine Auffenthaltserlaubnis bekommen, weil sie von der Sprache zu wenig wissen.


  17. Diese Dinge sind mir klar.

    In Thailand ist es sehr schwer die Staatsbürgerschaft zu erlangen, was wohl die wenigsten interessieren wird, da man in Thailand nun mal als Deutscher am besten lebt und nicht als Thai.

    Für diese Staatsbürgerschaft wird übrigens auch eine ganze Menge mehr erwartet als „Thai A1“

    Gruß:
    Ben


  18. Sorry an alle die glauben Thailand ist ein Auswanderungs Traum;
    wie Prinzregent gesagt hat Thailand ist nicht eun traumland !ich habe in thailand fur fast 2 jahre gewohnt; und am ende die Heissen tage wurden zu fiel fur mich ,und die freuntlichen Thais waren ,und sind freuntlich wenn sie geld sehen?Die Coruption ist schlimm in Thailand /Polizei/Beamten/usw.
    Ich wohne in Australien , und habe alles und mehr guten Wein Bier und Wurst?
    Gruss
    Dino 😀


  19. Hallo Dino,
    ich denke, jeder sollte sich im Klaren sein, dass ein anderes Land nicht besser oder schlechter ist. Viele schimpfen über die deutsche Bürokratie, weil alles so kompliziert sei und in anderen Ländern, ginge es einfacher usw. Aber in anderen Ländern ist es nicht nur „einfacher“ sondern auch mit was anderem Verbunden. Ich habe einige Zeit im Ausland verbracht. Seit dem möchte ich die deutsche Bürokratie beispielsweise mitnehmen in jedes andere Land.

    Deshalb sollte man immer bedenken: Andere Länder sind anders und nicht besser oder schlechter. Das gilt für Thailand ebenso wie für Australien und Deutschland. Aber es ist schön von Dir zu hören, dass Du in Australien glücklich bist. Auch wunschlos Glücklich?! 😉


  20. Ich bin leider (!) heute zum ersten Mal auf diese Seite gestoßen und habe mir die Kommentare durchgelesen. Meine Rechnung für die Lebenshaltungskosten in Thailand mache ich wie folgt auf folgender Basis: relativ einfache Lebensweise, ich (54) bin mit einer Thai(57)verheiratet, die ein Haus hat, sodass z. B. Miete entfällt, : Gesamtkosten monatlich 15.000 Baht, setzt sich zusammen aus:
    Lebensmittel: 8.400 Baht (Garküchen und Selbstversorger)
    Benzin fürs Auto: 3.000 Baht
    Strom/Wasser/Telefon: je 200 Baht
    Kleidung: 1.000 Baht
    Arzt: 1.500 Baht
    Sonstiges: 500 Baht


  21. @P’Gai
    Vielen Dank für die Infos und willkommen hier… ich hoffe, dass ich bald ein wenig Zeit finden werde, die Auswertungen komplett abzuschließen.

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