33 Siam – Es Lebe die Dienstleistungsgesellschaft!

Ich drücke dem Fahrer 50 Baht in die Hand. Davon sind 15 Baht Trinkgeld. Das erfreute Lächeln ist mir sicher und es fliegt mir auch beim Zahlen zu.


Siam ist einer der Zentren Bangkoks. Ich schlendere durch die Straße entlang der Skytrain-Trasse und werde von etlichen Tuk-Tuk-Fahrern angesprochen. Am Ende gehe ich in eines der Einkaufzentren rein.

Die Pforten sind streng bewacht von Generälen mit weißen Handschuhen. Ich laufe durch einen Detektorrahmen. Anschließend werde ich von einem Handapparat gefilzt. Es ist etwas ungewohnt, aber die werden wohl ihre Gründe haben.

Im Einkaufszentrum ist es voll mit Menschen. Obwohl das Einkaufzentrum gewaltig ist, bemerkt man die Fülle an Menschen sofort. An einigen Ecken und Enden steht Einkaufzentrumpersonal. Bei Fragen, helfen sie höflich weiter. Das ist wieder eine Sache, die mir in Thailand gefällt. Personal, nein, besser gesagt: Menschen, überall wo man hinschaut helfen weiter. In Good-Old-Deutschland ist das überhaupt nicht zu erwarten. Die Leute kosten ja angeblich soviel. Stattdessen wird ein Info-Schalter eingerichtet, wo mehr oder weniger behirnte Menschen sitzen und als „Serviceleistung“ einen Flyer in die Hand drücken. Motto: „Nimm den Lappen und komm nie wieder hierher.“ Manchmal hauen die auch noch ab, sobald man den Weg in deren Richtung schlägt.

Ich frage eine Frau nach dem Post-Office und sie begleitet mich bis dort hin, wünscht mir einen schönen Tag und tappst wieder zurück an ihren Posten. Es grenzt an ein Wunder, dass ich keine Fuß-Reflexzonen-Massage verpasst bekommen habe!

Im Post-Office schreibe ich einige Postkarten und gebe diese dem Schaltermitarbeiter.

„Sending with Air-Mail.“
„Yes, please.“

Er klebt eine Briefmarke und eine Air-Mail-Marke auf die jede Postkarte und kassiert ab.

Ich kehre zurück in das Einkaufszentrum und habe etwas Hunger. Ein kleiner Snack wäre nicht schlecht. Neben dem üblichen Verdächtigen Starbucks und Black Canyon Coffee gibt es die ebenfalls üblichen europäischen und amerikanischen Ketten.

Ich entscheide mich für einen Sandwichladen, den ich bisher nie in Deutschland besucht und gesehen habe.

2 Gedanken zu „33 Siam – Es Lebe die Dienstleistungsgesellschaft!“


  1. Soweit so gut, aber frag mal nen Thai oder einen Menschen mit dunkler Hautfarbe nach dieser Dienstleistungsgesellschaft! Thai Airways Flüge nach Indien sollen sehr aussagekräftig sein.
    Meiner Bekannten (Thai) wurde heute der Wechsel eines 1000 Baht Scheines für einen 200 Baht Food Coupon verweigert. Da ich um die Ecke gewartet habe, musste ich natürlich spontan einen Test machen. Hat bei mir natürlich auf Anhieb geklappt.


  2. Hallo Jan,
    ich kann nur das beurteilen, was ich auch selber erlebt und gesehen habe.

    Ich denke, dass es bestimmt auch Vorteile bei den Thais gibt. Sonst würden die uns auch nicht “Langnasen” nennen. Das ist genauso abwertend, wenn in Deutschland ein Asiat mit Schlitzauge beschimpft wird.

    Mir geht es in meinem Post um folgendes: In Deutschland geht man an einen Info-Counter eines Einkaufszentrums und man bekommt keine richtigen Informationen. Ein Flyer in die Hand drücken und schnell los werden. In bangkoker Einkaufzentren steht an jeder Ecke ein Mensch, der weiter hilft (oder wie bei euch auch nicht).

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