36 Zurück ins Hotel

Ich fahre mit dem Skytrain wieder zurück zum Hotel. Die Temperaturen sind jetzt ganz angenehm, um auch mal einige Schritte weiter zu laufen. Außerdem habe ich nicht mehr ausreichend Kohle. 500 Baht und meinen Reisescheck kann ich erst Morgen einlösen. Beim Reisescheck muss ich an den David denken. Wie die Pakistanis ihm die Teile weggenommen haben.


Wahrscheinlich haben die nur „American Express“ gelesen und dachten, das wäre die schnelle Kohle für zwischendurch. Alles, was ein Hologramm hat, muss ja wertvoll sein. Hoffentlich begegnet David diesen Halsabschneidern bei seiner Rückreise nicht mehr. Dann würden die ihn bestimmt zwingen, die zweite Unterschrift rauf zu kritzeln. Vom Einkaufzentrum kann man über eine Skybridge direkt zum Skytrain rüber gehen. Für uns langnäsige Farangs hat es den Vorteil, den Tuk-Tuks unten aus dem Weg zu gehen. Als ich ankomme, sehe ich, dass unterhalb der Skytrain-Trasse ein Gang weiter führt. Der nennt sich Skywalk. Man kann hier eigentlich nichts Tolles sehen, außer man bleibt stehen und schaut gerne auf gläserne Fassaden. Ich laufe trotzdem den Skywalk bis zu nächsten Station Chit Lom. Es schön unter Thailändern in einer Masse aufzugehen. Ich weiß nicht, welches Bild man von den Thais hat. Aber das, was ich hatte, ist es nicht. Denn die Thais sind nicht eine homogene Masse, sondern wie alle Völker facettenreich. Sie sind auch durch verschiedene Lebensweisen und Stile geprägt. Gerade huscht ein Tokio-Hotel-Junge mit einer Gitarre an mir vorbei und bleibt an einem Plakat stehen. Darauf ist eine Rockband. Eine, die man in einer Musikwettbewerb-Show zusammenzüchtet hat. Der Tokio-Hotel-Junge macht eine abwertende Handbewegung und geht dann schnellen zackig weiter. Wiederum andere haben sich ausgehfertig gemacht. Die Jungs haben die Haare kiloweise vergelt, die Mädels das Gesicht mit einem der zahlreichen Whitening-Produkte aufgebleicht. Es könnte jede Großstadt der Welt sein. Es gibt eigentlich keinen Unterschied. Die Klamotten sind dieselben. Ich bleibe an einer riesigen Kreuzung stehen. Die Kreuzung ist unterhalb von mir und hat mindestens sechs Spuren. In jeder Richtung. Als die Ampel auf grün schaltet, rasen zuerst die Motorräder davon, danach die Autos und Tuk-Tuks. Es sind eigentlich zu 80% Tuk-Tuks und Taxis. Und laut ist es auch. An der Station Chit Lom steige ich in den Skytrain und fahre Richtung Phrom Phong zu meinem Hotel.

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