39 Kinder statt Inder

Ich habe wieder sehr gut ge- und ausgeschlafen. Nach der Dusche und einer Rasur, ich habe mich jetzt fast eine Woche nicht rasiert, gehe ich frisch zum Frühstück.


Der Schlichter von gestern ist mit seinen Leuten schon beim Obstsalat und grüßt mich. Alle am Tisch haben ein verschmitzes Grinsen im Gesicht. Ich grüße mit einem ebenso schelmischen Grinsen zurück und lasse die Leute in Ruhe zu Ende frühstücken. Auch die Familie mit Kindern ist da und der Vater grüßt mich auch:

„Good morning!“
„Good morning! Good morning kids!“
„Thank you for your achievment yesterday.“
„Do not mention it. It was not an achievement. Only a correction of the situation.“
„Where do you come from?“
„From Germany.“
„Kinder statt Inder!“

Ich weiß nicht, ob ich nach diesen Worten nun lachen soll oder ernst bleiben soll. Ich nehme die Variante „Lachen“, weil sein Lächeln sich überhaupt nicht verändert hat.

„Do you thought to immigrate to Germany?“
„Yes, many years ago. But than I heart german do not want poeple from India.“
„Because you heart the slogan ‚Kinder statt Inder‘?“
„Yes. The man who said that is now the governor. He wants more children than indian people.“
„If Germany do not like foreign people I am the frist person who leave Germany. It is one of the best democracies in the world with an good social care system and some germans think that foreign people would immigrate only for the social care system. But they do not see the chances that immigration will give.“
„I think the germans are like the man from yesterday.
„No. He is an asshole.“

Er fängt an zu lachen und seiner Frau gefällt es eigentlich nicht, dass ich das vor den Kindern sage, aber mein Englisch ist nicht so gut, dass ich eine lange Diskussion über politische Themen führen kann und dann auch richtig verstanden werde. Es reicht ja schon, dass durch solch einen Spruch, das gesamte Ansehen der Republik in den Dreck gezogen wird.

Ich wünsche der Familie noch einen schönen Tag und frühstücke entspannt. Ohne Arschloch. Mit Indern. Mit Kindern.

2 Gedanken zu „39 Kinder statt Inder“

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