110 Gastfreundschaft und Gier

Ich setze mich an den Strand und denke über das Passierte nach: Ich habe schon einige Länder bereist und habe es genossen, die Gastfreundschaft der Menschen zu erleben. Herzlichkeit, Zuvorkommenheit, man bietet was und macht seine Gäste auf selbstverständliche Art glücklich. Damit sie eventuell wieder kommen?


Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass Urlauber, Besucher und Gäste als ein notgedrungenes Übel angesehen werden.

In Thailand habe ich die Erfahrung in beider Weise gemacht. In Bangkok war ich in einem Hotel, wo die Aufmerksamkeit sowas von präsent war, dass beim Frühstück der Kaffeebecher stets voll war. Personal war nicht nur überall, es war bis aufs i-Tüpfelchen perfekt organisiert. Man hat sich sehr wohl gefühlt und konnte die Zeit genießen. Dieses schien den Chefs wichtig zu sein.

Auf der anderen Seite, Koh Samui. Das Personal ist bemüht. Die Kellnerinnen sind schnell da, Service ist, trotz Unwissenheit ausreichend gut.

Aber die Qualität endet dort, wo die Gier los geht: bei der Chefin. Man könnte auch sagen, der Fisch stinkt vom Kopf her. Diese Anschreiberei wird als Gastfreundschaft verkauft, aber sie ist es nicht. Es ist erzwungene Kundenbindung. Kundschaft kann man aber nur binden mit Qualität, Preis und Leistung. Und im Restaurant meiner Bungalowanlage stimmt überhaupt nichts. Also was soll ich da noch? Etwas essen, was nicht schmeckt, zu teuer ist und man auf schleichende Art abgezogen wird?

Bevor mir übel wird, gehe stehe ich auf, plane ich meinen Tag: Am Strand Richtung Nathon runter laufen und dann die nächste Hauptstraße rein und schauen, was Mae Nam zu bieten hat.

4 Gedanken zu „110 Gastfreundschaft und Gier“


  1. @Siggi
    Richtig. Nur wird man meistens Schlecht bedient, bekommt schlechtes Essen und wird noch Abgezockt, wenn man nicht auf die Preise geschaut hat.

    Aber was da abging war nicht damit zu vergleichen. Zumal es nicht eine Schwankung war, die überall anzutreffen ist, sondern vielmehr ein Absturz in den Keller: Sogar eine Straßenstandverkäuferin gibt sich da mehr Mühe…


  2. @Tobias
    Ich denke, man sollte nicht Schwarz-Weiß-Trennen. Hier ists gut, da ists schlecht… das wäre doch viel zu einfach und viel zu langweilig 😉

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