91 Most the schlechtester Kaffee in the World

„Simon do you want to eat a slide of toast?“
„I hope you got enough.“
„It’s enough for two.“
„Thank you. But firstly I go to the restroom.“


Es klopft an der Tür und der Stuart bringt den versprochenen Becher Kaffee. Nachdem ich nur an dem Kaffee nippe, kommt mir die Durianpaste in Gedanken. Der Kaffee ist der schlimmste Kaffee, den ich je getrunken habe. Ich nehme einen weiteren Schluck und der Geschmack hat sich nicht sonderlich verändert. Jetzt wäre ich gern zu Hause und könnte mir einen fantastischen Kaffee aus Espressobohnen machen. So ein Kaffeeautomat ist eine feine Sache: Knopf drücken und schon wird die Bohne gemahlen und frischer Kaffee wird serviert. Einfach traumhaft.

Simon stolpert in diesem sehnsüchtigen Augenblick rein.
„Do you want to drink this coffee?“, frage ich ihn.
„Oh no. You share your breakfast with me. And now your coffee. That’s to much.“
„I’ve drunked a bottle of Red Bull. And with this coffee I would drink to much coffein. It’s ok.“
„It’s not a problem for you?“ „No. No problem.“
„OK, thank you.“

Wir setzen uns auf das Bett von Simon und legen das Tablett auf das Tischschen vor dem Fenster. Den Kaffee bin ich los und habe sogar einem gefälschten Hippie einen gefallen getan.

Während wir uns die Toastbrote im Wechsel schmieren, wir haben nur ein Messer, frage ich Simon nach seinem Notizbuch:

Simon führt eine Liste, mit Sachen, die er alle noch in seinem Leben machen möchte. Obwohl er schon viel erlebt habe und auch vieles gesehen hat, ist die Liste nicht kürzer geworden. Im Gegenteil. Bevor eine Sache zu ende ist, fallen ihm drei Sachen ein. So ist aus seiner „Was ich umbedingt noch machen will“ ein Notizbuch mit meheren hundert Sachen geworden.

Ich würde verrückt werden! Wie will man da den Überblick behalten? Mal schauen, ob Simon ein guter Verwalter seiner Wünsche ist, denke ich mir.

„How long is your wish list?“
„42 pages.“
„And how many wishes?“
„749.“

Wie kann man so viele Wünsche und Träume haben?! Ich fasse mich, nachdem ich kurz davor war, ihn und seine Liste aus dem Abteil zu werfen.

„749 open wishes?“
„No. Nearly 50 tasks are done“

Simon sagt das mit einer Leichtigkeit ohne Gleichen. Er hat eine Liste mit 700 Gedanken und Wünschen, die von Tag zu Tag länger wird.

„Simon, I think it’s not possible to do all the things on your list. I do not know one of the wishes you got. But I think it’s not possible in one human life“

Ich gebe ihm saures und nachdem er vom Kaffee nippt, bekommt er noch eines drauf und zuckt zusammen wie eine Auster, die mit Zitronensaft beträufelt wird. Anschließend holt er sein Notizbüchlein raus und schreibt wieder was rein.

„What do you writing in your Notebook?“
„Find a place with a good coffee“

Jetzt wird mir klar, dass Simon jeden Mist und Müll in sein Notizbuch einträgt.

„And when do you think about to complete all this wishes? Are they wishes or are they problems now?“
„… well … eehm … tasks.“
„Tasks? And you are a manager of all the tasks?“

Als der Stuart an der Tür klopft, um Tablett und Geld abzuholen, hat das Gespräch kein Ende genommen. Er ist ein Verwalter von Wünschen. Dann macht es bestimmt keinen Spaß, wenn ein Wunsch erfüllt wird. Das ist traurig und der Antrieb nimmt dann bestimmt auch ab.

Kurz vor Surat Thani sprechen wir kein Wort mehr und das Schweigen tut uns eigentlich ziemlich gut. Ich glaube, dass ich bei Simon einen Nerv getroffen habe, der gerade ganz doll schmerzt. Dennoch bin ich überzeugt, richtig auf ihn eingewirkt zu haben.

Weiß er überhaupt noch, was Wunsch 143 ist? Wie oft muss er sich diese fette Liste durchlesen?

Egal.

Draußen auf dem Gang wird es lauter. Die erste Klasse ist wach und bereitet sich auf den Ausstieg vor…

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